Dienstag, 3. Juni 2014

Meine erste Stunde auf amerikanischem Boden!

Heute um 10 Uhr hatte ich meinen Termin auf der amerikanischem Botschaft in Frankfurt und habe somit die allererste Stunde meines Lebens auf amerikanischem Boden verbracht, denn die Botschaft eines Landes gehört offiziell zu diesem Land. Tatsächlich war ich nur eine Stunde dort, ich habe mit vier Stunden Wartezeit gerechnet aber nix da, ging alles total schnell und komplikationslos!
Als erstes musste ich draußen eine halbe Stunde anstehen, ich war soo aufgeregt..zum Glück war eine Freundin von mir dabei, die ebenfalls mit AIFS in die USA fliegt und auch das J1-Visum braucht. Doch wie sich herausstellte war meine Nervosität total unnötig denn alle Leute waren sehr nett und freundlich! Komplizierte Fragen wurden überhaupt nicht gestellt und deren Englisch ist teilweise besser zu verstehen als das Deutsch wegen des Akzentes.. :D
Dann habe ich eine Nummer bekommen und musste meinen Gürtel ausziehen und durch so eine Sicherheitschleuse gehen wie an einem Flughafen. Erst danach durfte ich in das eigentliche Gebäude, wo unzählige Stuhle standen und mindestens 20 Schalter mit wild gestikulierenden Leuten davor. Von überall her hörte man ein sehr eigenartiges Englisch und ich war froh dass ich erstmal auf Deutsch angesprochen wurde, wie ich meine tausend Unterlagen zu sortieren habe damit es schneller geht. Dann wurde ich zu meinem ersten Schalter aufgerufen und der Mann (mit einem fast unverständlichem amerikanischem Akzent..) prüfte ob meine Unterlagen mit meiner Online-Antrag übereinstimmen. Ich hatte in meinem Leben noch nie so viel Angst..was wenn irgendetwas falsch war? Ich weiß dass die Amis bei so was ziemlich pingelig sind..Aber alles war korrekt und so musste ich an diesem Schalter nur noch meine Finger auf so einen elektronischem Fingerabdruck-Leser legen und auf ging es zum nächsten Schalter. Diesmal war es eine Frau; genauso freundlich und leider genauso unverständlich.. Komischerweise wurde dort nochmal überprüft ob meine Fingerabdrücke auch richtig gescannt wurden, naja Sicherheit geht vor..
Danach sollte ich mich an ein Schild stellen und warten bis ich aufgerufen wurde doch irgendwie wurde meine Nummer einfach nicht angezeigt, also entschlossen meine Freundin und ich uns einfach mal hinzusetzen, waren ja eh genügend Stühle da. Aber das bereuten wir kurze Zeit später, denn als meine Freundin endlich dran kam wurde sie erstmal gefragt wer uns erlaubt hatte uns da hinzusetzen-also denkt dran: Niemals unerlaubt auf einen Stuhl im US-Konsulat setzen :D
Als ich aufgerufen wurde war ich mal wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil ich wusste, dass erst jetzt der wirklich wichtige Teil kommt; nämlich das persönliche Gespräch mit einem Konsulatmitarbeiter damit er sich ein Bild von mir machen kann..und dieses war natürlich auf Englisch..
Doch mal wieder war meine Angst total unbegründet denn ich wurde erstmal mit einem lockeren "Hey how are you?" begrüßt und als ich antwortete, dass ich ein wenig nervös sei meinte er, dass ich mein Visum eh bekomme er nur noch ein bisschen Smalltalk mit mir führen möchte. Also fragte er wo ich hingehen werde, auf welche High School und wie lange ich bleibe. Ich antwortete und er lächelte mich an, wünschte mir viel Spaß und einen schönen Tag und riet mir in einer Woche mal in meinem Briefkasten nachzusehen. Ich ging und erst als ich draußen war begriff ich dass ich den Termin, vor dem ich so viel Angst hatte überlebt habe und dass meinem Abenteuer nun nichts mehr im Wege steht..naja eigentlich habe ich es immer noch nicht ganz begriffen..genauso wenig wie wenn ich daran denke dass mir hier nur noch 77 Tage bleiben..
Also alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Tag, seid bloß nicht aufgeregt, das lohnt sich einfach nicht ;) wenn ich mein Visum habe werde ich das nächste Mal schreiben. Bis dahin, Marie

2 Kommentare:

  1. Hallo Marie, meine Süße!
    Der blog ist eine tolle Idee und du schreibst ausgesprochen gut, klug und witzig... ich bin, wie immer, sehr stolz auf dich und werde dein bisher größtes Abenteuer so nah wie möglich mitverfolgen. Dabei bin ich mindestens genau so aufgeregt wie du. Mein grösstes Unwohlsein, bereitet mir der Gedanke, dass ich mein "kleines Mädchen", naja meine junge heranwachsende Tochter nach Amerika verabschiede und erst nach langen 10 Monaten eine mehr oder weniger erwachsende Tochter/ reife Persönlichkeit zurück bekomme und ich diese Entwicklung nicht mitverfolgen darf. Naja, Vatersorgen... Bleibt festzuhalten, dass ich mich tierisch für dich freue... ein tolles Abenteuer, eine große Herausvorderung, ein Türöffner, to open your mind and widen your knowledge... Du wirst all das meistern und jede Menge Spaß dabei haben.
    XoXo Paps

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  2. Hi Marie,
    dein Block ist eine wirklich gute Idee und auch wenn ich das meist live miterleben darf und muss ist es spannend alles aus deiner Sicht heraus zu lesen. Es ist eine aufregende Zeit für uns und ich bin genau so gespannt wie du, was noch alles auf uns zukommen mag. Egal was es ist, wir sind bei dir hier und in den USA.
    Mit unendlicher Liebe
    Deine Mama

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