Donnerstag, 19. Juni 2014

Das erste Mal skypen

Wie der Titel schon sagt, habe ich eben das erste Mal mit meiner amerikanischen Gastfamilie geskypt! Ich glaube, so aufgeregt war ich noch nie in meinem ganzen Leben..
Als mein Gastvater mich dann anrief war ich total panisch aber nach den ersten paar Sätzen war es einfach nur noch toll! Es ist ein atemberaubendes Gefühl seine Familie das erste Mal zu sehen, ganz anders wie das mailen oder auf Faceook schreiben. Am Anfang hatte ich Angst, dass ich sie nicht verstehe oder sie mich nicht aber ich wurde sofort für mein gutes Englisch gelobt und ich habe alles einwandfrei verstanden, von wegen schlimmer USA-Akzent! Die einzige, die ich kaum verstanden habe, war Mathilde, die belgische Austauschschülerin die im Moment bei meiner Gastfamilie lebt, Englisch mit nem französischem Akzent ist echt schwer zu verstehen :D
Ich habe sogar mit meinem kleinen Gastbruder Samuel sprechen können, auch wenn er sich am Anfang versteckt hat. Es war ein wunderbares Erlebnis und jetzt bin ich einfach nur glücklich!

Außerdem habe ich zwei Tage nach meinem Besuch auf dem Konsulat mein Visum bekommen, also steht meinem Jahr praktisch nichts mehr entgegen. Ein Schülerhandbuch habe ich letze Woche auch erhalten und die Bitte, mir ein Rückflugdatum zu überlegen. Komisch jetzt über das Ende nachzudenken obwohl es noch nicht mal angefangen hat..
Anbei ein Bild von meinem Visum, sehr spektakulär :D
Bis demnächst; Marie

Dienstag, 3. Juni 2014

Meine erste Stunde auf amerikanischem Boden!

Heute um 10 Uhr hatte ich meinen Termin auf der amerikanischem Botschaft in Frankfurt und habe somit die allererste Stunde meines Lebens auf amerikanischem Boden verbracht, denn die Botschaft eines Landes gehört offiziell zu diesem Land. Tatsächlich war ich nur eine Stunde dort, ich habe mit vier Stunden Wartezeit gerechnet aber nix da, ging alles total schnell und komplikationslos!
Als erstes musste ich draußen eine halbe Stunde anstehen, ich war soo aufgeregt..zum Glück war eine Freundin von mir dabei, die ebenfalls mit AIFS in die USA fliegt und auch das J1-Visum braucht. Doch wie sich herausstellte war meine Nervosität total unnötig denn alle Leute waren sehr nett und freundlich! Komplizierte Fragen wurden überhaupt nicht gestellt und deren Englisch ist teilweise besser zu verstehen als das Deutsch wegen des Akzentes.. :D
Dann habe ich eine Nummer bekommen und musste meinen Gürtel ausziehen und durch so eine Sicherheitschleuse gehen wie an einem Flughafen. Erst danach durfte ich in das eigentliche Gebäude, wo unzählige Stuhle standen und mindestens 20 Schalter mit wild gestikulierenden Leuten davor. Von überall her hörte man ein sehr eigenartiges Englisch und ich war froh dass ich erstmal auf Deutsch angesprochen wurde, wie ich meine tausend Unterlagen zu sortieren habe damit es schneller geht. Dann wurde ich zu meinem ersten Schalter aufgerufen und der Mann (mit einem fast unverständlichem amerikanischem Akzent..) prüfte ob meine Unterlagen mit meiner Online-Antrag übereinstimmen. Ich hatte in meinem Leben noch nie so viel Angst..was wenn irgendetwas falsch war? Ich weiß dass die Amis bei so was ziemlich pingelig sind..Aber alles war korrekt und so musste ich an diesem Schalter nur noch meine Finger auf so einen elektronischem Fingerabdruck-Leser legen und auf ging es zum nächsten Schalter. Diesmal war es eine Frau; genauso freundlich und leider genauso unverständlich.. Komischerweise wurde dort nochmal überprüft ob meine Fingerabdrücke auch richtig gescannt wurden, naja Sicherheit geht vor..
Danach sollte ich mich an ein Schild stellen und warten bis ich aufgerufen wurde doch irgendwie wurde meine Nummer einfach nicht angezeigt, also entschlossen meine Freundin und ich uns einfach mal hinzusetzen, waren ja eh genügend Stühle da. Aber das bereuten wir kurze Zeit später, denn als meine Freundin endlich dran kam wurde sie erstmal gefragt wer uns erlaubt hatte uns da hinzusetzen-also denkt dran: Niemals unerlaubt auf einen Stuhl im US-Konsulat setzen :D
Als ich aufgerufen wurde war ich mal wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil ich wusste, dass erst jetzt der wirklich wichtige Teil kommt; nämlich das persönliche Gespräch mit einem Konsulatmitarbeiter damit er sich ein Bild von mir machen kann..und dieses war natürlich auf Englisch..
Doch mal wieder war meine Angst total unbegründet denn ich wurde erstmal mit einem lockeren "Hey how are you?" begrüßt und als ich antwortete, dass ich ein wenig nervös sei meinte er, dass ich mein Visum eh bekomme er nur noch ein bisschen Smalltalk mit mir führen möchte. Also fragte er wo ich hingehen werde, auf welche High School und wie lange ich bleibe. Ich antwortete und er lächelte mich an, wünschte mir viel Spaß und einen schönen Tag und riet mir in einer Woche mal in meinem Briefkasten nachzusehen. Ich ging und erst als ich draußen war begriff ich dass ich den Termin, vor dem ich so viel Angst hatte überlebt habe und dass meinem Abenteuer nun nichts mehr im Wege steht..naja eigentlich habe ich es immer noch nicht ganz begriffen..genauso wenig wie wenn ich daran denke dass mir hier nur noch 77 Tage bleiben..
Also alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Tag, seid bloß nicht aufgeregt, das lohnt sich einfach nicht ;) wenn ich mein Visum habe werde ich das nächste Mal schreiben. Bis dahin, Marie